Nein zu diesem Krieg!

Februar 29, 2008 – 7:06 pm von SiWan88

Kriegführung ablehnen, Kriegsdienst verweigern, das ist seit jeher und bis in unsere Tage ein gesellschaftliches Tabu in der Türkei. Während täglich zig Zivilisten in der Türkei wegen Kriegsdienstverweigerung dem Richter vorgeführt werden, macht der türkische Krieg gegen so genannte „Vaterlandsverräter“ auch vor Prominenten nicht Halt. So muss sich demnächst die türkische Popdiva Bülent Ersoy vor einem Gericht der Türkei wegen „Verunglimpfung des Militärs“ verantworten. Bülent Ersoy hatte in der Sendung „Popstar Alaturka“ (vergleichbar mit "Deutschland sucht den Superstar") geäußert, dass sie, wenn sie einen Sohn hätte, ihn nicht zum Militär schicken würde.

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Von Vietnam nach Kurdistan

Februar 29, 2008 – 3:54 am von Amos

Keinen Euro, keinen Mann, für den Krieg in Kurdistan!

Als vor gut 43 Jahren US-amerikanische Truppen in Vietnam mit immer größeren Truppenkontingenten eingriffen, war ich während eines Studienaufenthaltes in Israel in einer Lerngruppe mit Gleichaltrigen, die überwiegend aus USA stammten. Viele ahnten, dass sie nach ihrer Heimkehr zur Armee eingezogen und nach Vietnam geschickt würden. Die Mehrzahl nahm das als Schicksal hin, aber einige begehrten auf, wollten da nicht mitmachen. Ein Jahr zuvor war ich als Bundeswehr-Soldat einer US-Einheit als Sanitäter zugeteilt worden und kannte mich etwas aus mit dieser Armee.

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Geschichten vom Herrn R.T.E. ─ the never ending story, 01

Februar 26, 2008 – 1:08 pm von Amos

Von der Verdopplung der Moral  

von unserem Redaktionsmitglied SiWan

Wo bleibt die Demokratie Herr Erdogan?

Seit einigen Jahren eilt der AKP ihr guter Ruf voraus. In vielen Zeitungen und Sendungen wird die AKP und Erdogan stets als Demokratisierer der Türkei bejubelt. Auch die EU setzt große Hoffnungen in Erdogan, dass er sein Land demokratisieren könnte.

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Yaşar Kemal fordert Rechte für Millionen

Februar 14, 2008 – 12:48 pm von Amos

Geschrieben von Ciwanro Kani am Dienstag, 12. Februar 2008

Am Wochenende fand in Ankara als Fortsetzung der Konferenz "Die Türkei sucht ihren Frieden" im vergangenen Jahr eine Zusammenkunft zum Thema "Demokratisierung und die kurdische Frage im neuen Verfassungsprozess" statt.

Der Schriftsteller YaÅŸar Kemal schickte eine Grußbotschaft an die ca. 400 Teilnehmer, in der er darauf verwies, dass eine Demokratisierung in der Türkei von einer Lösung der kurdischen Frage abhänge: "Wie soll eine Demokratie entstehen, wenn 15 Millionen Menschen keine Menschenrechte zugestanden werden?", hieß es in der Botschaft. 

Die Themen der Konferenz lauteten „Kurdenpolitik seit der Gründung der Republik“, „Verfassungsrechtliches Staatsbürgertum“, „Regionale Verwaltungen“, „Frauenbewegung und Frieden“, „Kulturelle Rechte und Identitäten“ sowie „Konfliktlösungen mit gewaltfreien Methoden“.

Die türkische “Blutfahne”

Januar 15, 2008 – 7:32 am von Amos

Unsere Neutralität im 2. Weltkrieg verhinderte für uns einen wichtigen Lernprozess über moderne Politik: Nationalismus kann eine sehr schlechte und zerstörerische Kraft sein.

Mustafa AKYOL

Haben Sie die Nachricht gehört? Eine Gruppe von Oberschülern aus der zentralanatolischen Stadt KırÅŸehir sandte eine besondere türkische Flagge an den Oberkommandierenden der türkischen Streitkräfte, General YaÅŸar Büyükanıt. Was die Flagge so besonders machte, war der Stoff mit der sie hergestellt wurde. Die rote Hintergrundfarbe war nicht irgendeine Farbe. Es war wortwörtlich das Blut dieser Schüler, das sie freudig vergossen hatten um die Verehrung "für das Vaterland" zu symbolisieren.

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»Ein Klima des aggressiven Nationalismus«

Januar 14, 2008 – 9:54 pm von SiWan88

Ein Gespräch mit Fethiye Çetin, Anwältin der Familie des vor einem Jahr ermordeten türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink.

Wie hat sich die Menschenrechtslage in der Türkei seit dem Mord an Hrant Dink im Januar 2007 entwickelt?

Das Klima eines aggressiven Nationalismus hat sich deutlich verstärkt. Der Mord an Hrant Dink war ein Ausdruck davon. Seitdem hält diese gesellschaftliche Stimmung weiter an. Die Türkei verfolgt seit der Gründung der Republik eine sehr repressive Politik gegenüber ethnischen und religiösen Minderheiten. In der letzten Zeit haben aber die Aggressionen innerhalb der Gesellschaft deutlich zugenommen. Es wird Feindschaft und Hass geschürt gegen alle, die »anders« sind – die eine andere Meinung haben, die einer anderen ethnischen Gruppe oder Religion angehören.

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PKK “wie eine Katze” sagt pro-kurdische Parlamentsabgeordnete

Januar 14, 2008 – 1:07 pm von Amos

"Turkish Daily News", 14. Januar 2008. Die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), welche die Verantwortung übernommen hat für den Bombenanschlag vom 3. Januar sei "wie eine Katze", so die Mardiner Abgeordnete Emine Ayna von der pro-kurdischen " Partei für eine Demokratische Gesellschaft" (DTP). Frau Ayna sagte gestern während eines Symposiums in ViranÅŸehir/Åžanlıurfa, dass sie zweimal weinen musste nach dem Bombenanschlag, durch den 6 Menschen starben. "Zuerst, als ich von dem Anschlag informiert wurde und dann als ich das Geständnis des Attentäters in der Zeitung las", sagte Emine Ayna und fügte hinzu: "Falls Sie auf Militäraktionen bestehen, wie lange können Sie einer Katze auf den Schwanz treten?"

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Das Wichtigste mit meiner Nation teilen - Freiheit

Januar 13, 2008 – 11:02 pm von JiDilKirdim

DestanDestan, kurdische Musik, schön dass Du Dir die Zeit für uns genommen hast. Kannst Du Dich kurz vorstellen?

Gern. Ich bin 1981 in Tekman (Erzurum), Nordkurdistan geboren. In meiner Jugend habe ich in Istanbul gearbeitet und bin 1998 nach Deutschland ausgewandert. 

Ab wann hast Du Dich mit der Musik verbunden gefühlt und angefangen, selbst zu musizieren?

Seit ich denken kann. Schon als Kind liebte ich die Musik und hörte sehr viel Dengbêjî. Seit dieser Zeit singe ich selbst? Was ich heute mache, war mein Traum von Kindheit an. Damals schon war ich verliebt in , daran hat sich seitdem nichts geändert.

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Gefängnisstrafe für den Salman Rushdie Südkurdistans

Januar 13, 2008 – 3:32 am von Amos

UPI, 9. Januar 2008

Der kurdische Autor von "Sex, Scharia und Frauen in der Geschichte des Islam", der in Norwegen lebt, wurde in Südkurdistan in Abwesenheit zu einer Gefängnisstrafe wegen Blasphemie ("Gotteslästerung") verurteilt.

Ein Gericht in Halabja verurteilte Mariwan Halabjaee zu 6 Monaten hinter Gittern, weil er in seinem Buch behauptet hatte, der Prohet Mohammed hätte 19 Frauen gehabt, mit 54 eine 9-jährige geheiratet und Mord und Vergewaltigung verübt, berichtete "Aftenposten" am Dienstag (8.1.2008).

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Fälscher fälschten verkehrte Dinare

Januar 12, 2008 – 10:18 pm von Amos

Die (türkische) Polizei verhaftete 12 Leute, die irrtümlich irakische Dinare und andere Währungen und Dokumente gefäscht hatten, wurde am Donnerstag gemeldet.

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